Entspannungsakademie
MedicalTalk24 in der Entspannungsakademie
Christine Matheja, Inhaberin der Entspannungsakademie, entwickelte sich - nach einer sehr erfolgreichen Karriere im Vertrieb für IT-Dienstleistungen - vom „Key Account Manager mit allen Stresssymptomen“ zur Trainerin in Sachen Entspannung und Stressbewältigung. Ihre umfangreichen Erfahrungen im Präsentieren von komplexen Zusammenhängen unterstützen sie dabei, ihre Teilnehmer auf verständliche und motivierende Weise aus der Stressfalle zu führen.
Seit über 6 Jahren zeigt sie und ihr Spezialisten-Team mit ihrem Dienstleistungsangebot Wege auf, wie ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder Balance erreichen, und führt sie von der Stressfalle zu mehr Entspannung und Bewegung. Mit ihren Firmenkunden entwickelt sie Gesundheitsprogramme und Strategien zu mehr Leistungsfähigkeit im Beruf. Innerhalb ihrer Entspannungsakademie bietet sie mit einem Team ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungen innerhalb des Gesundheits- und Wellnesssektors.
MedicalTalk24: Frau Matheja, vielen Dank, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen!
Christine Matheja: Auch ich danke Ihnen für die Einladung, möchte es zu Beginn jedoch nicht versäumen, Ihnen für Ihre Plattform alles Gute und viel Erfolg zu wünschen.
MedicalTalk24: Allein das Wort „Entspannungsakademie“ klingt spannend, was können wir und unsere Mitglieder uns darunter vorstellen?
Christine Matheja: Im Grunde kümmern wir uns um Körper, Geist und Seele für Firmen- und Privatkunden und haben unser Angebot auf zwei Säulen aufgebaut.
Zum einen gibt es das Angebot speziell für Firmen und Organisationen. Hier werden maßgeschneiderte Programme für das moderne, betriebliche Gesundheitsmanagement entwickelt und offen oder inhouse veranstaltet.
Zum anderen gibt es die professionellen Aus- und Weiterbildungs-Lehrgänge, in denen sich sowohl Neueinsteiger für verschiedene Berufsfelder im Bereich Gesundheit und Wellness ausbilden lassen können, als auch bereits etablierte Spezialisten sich jedes Jahr auf den neuesten Stand des Wissens bringen können.
Dazu kommt der Coaching-Sektor, hier unterstützen wir die unterschiedlichsten Zielgruppen und geben Impulse und Lösungsmöglichkeiten für aktuelle Problemstellungen.
MedicalTalk24: Dies bedeutet, wenn wir jetzt mal die Gruppe der Firmenkunden nehmen, dass Firmen z.B. aufgrund gestiegener beruflicher Leistungsanforderungen auf Sie zukommen und um praktische Unterstützung bei der Etablierung eines Gesundheitsmanagements bitten?
Christine Matheja: Ja. Es gibt eine wachsende Nachfrage von Firmen, Verbänden und Organisationen nach Themen wie z.B. des schnellen Stressabbaus am Arbeitsplatz, mehr Arbeitseffizienz durch fittere Mitarbeiter und praktikablen Lösungen des sogenannten „Work-Life-Balance“-Ansatzes, welches verstärkt gerade von qualifizierten Mitarbeitern mit einem großen Verantwortungsbereich wichtig ist. Ein Trend bei Firmenveranstaltungen geht dahin, die Inhalte auf bestimmte Personenkreise und konkreten Bedarf zuzuschneiden.
Wir haben einen Vorteil
MedicalTalk24: Ist das denn so einfach, wie es sich anhört? Wir können uns vorstellen, dass hier sehr viel Kenntnis über die Bedürfnisse nicht nur des Unternehmens, sondern auch der jeweiligen Teilnehmergruppe erforderlich ist.
Christine Matheja: Hier haben wir einen entscheidenden Vorteil, da wir die klassischen Methoden aus Entspannung, Bewegung, dem modernen Mentaltraining und Erkenntnisse aus der Ernährung modular in unserem Programm aufgebaut haben und von daher gut kombinieren und anpassen können.
Ich selbst habe einen klassischen betriebswirtschaftlichen Hintergrund und kenne die grundsätzlichen Abläufe in Unternehmen, von daher weiß ich prinzipiell, welche Knackpunkte sich aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen naturgemäß ergeben. Ferner definieren unsere Kunden die Ziele der Veranstaltungen mit uns gemeinsam, damit die Trainings den gewünschten Erfolg haben.
Neben den hohen fachlichen Qualifikationen verfügen unsere Trainerinnen und Trainer hier über eine weitreichende Erfahrung, die Menschen exakt da abzuholen, wo sie stehen. Dies ist für die Zielerreichung des vereinbarten Themas absolut notwendig. Bei Inhouse-Veranstaltungen werden die Seminarinhalte dann in den entsprechenden Kontext gestellt.
MedicalTalk24: Bei den Nutzern von medicaltalk24 handelt es sich um Ärzte, Praxen und viele Dienstleister aus dem medizinischen Bereich, wo liegt deren Nutzen bei Ihrem Angebot? Wir gehen ja davon aus, dass diese generell mit Ihren angebotenen Themen vertraut sind.
Christine Matheja: So sicher wäre ich mir da nicht! Wir haben in unserem Teilnehmerkreis viele Spezialisten, die sich schwer tun, Stressmanagement, eine gesunde Ernährung oder eine mentale Einstellung auch ganz praxisnah in die Tat umzusetzen. Hier besteht auch beim Fachpublikum sehr wohl Bedarf.
Einige unserer Aus- und Weiterbildungsthemen eignen sich auch, deren eigenes Angebot zu ergänzen. Zum Beispiel nehmen viele Physiotherapeuten unsere Massageausbildungen dazu in Anspruch. Mittlerweile haben plastische und kosmetische Chirurgen und oder Hautärzte eine Spa angeschlossen und benötigen hierfür ebenfalls ausgebildetes Personal.
Der große Knackpunkt in der Branche liegt allerdings darin, dass viele bei der Selbstvermarktung extreme Probleme haben. Im offenen Bereich bieten wir hier schon einiges an. Wir sind so aufgestellt, dass wir hier gute
Konzepte anbieten können, die sich speziell auf Marketing und Verkauf innerhalb von Praxen konzentrieren. Ein gutes Pressecoaching ist ebenfalls sehr hilfreich.
MedicalTalk24: Wenn wir von Ihrer Ausrichtung „Körper, Geist und Seele“ ausgehen, passt das eigentlich nicht zusammen – wie sehen Sie das?
Christine Matheja: Ganz im Gegenteil, dass passt hervorragend. In diesem Bereich tummeln sich viele, die Methoden anbieten und Dinge propagieren, die mehr oder weniger sinnvoll sind. Wir denken und agieren hier weitreichender. Was nützt es zum Beispiel einem Physiotherapeuten an diversen Weiterbildungen teilzunehmen, wenn sich dann seine persönlichen Investitionen an Zeit und Geld nicht wieder hereinspielen, sei es in Form wachsender Nachfrage nach seinen Dienstleistungen, sei es in Form gestiegener Zufriedenheit seiner Klienten/Patienten.
Wir – unsere Trainer und ich – möchten unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Werkzeuge an die Hand geben, um sich gewinnbringend zu vermarkten und im inzwischen auch im Gesundheits-, Wellness-Sektor harten Wettbewerb bestehen zu können. Aufgrund unseres Tätigkeitsfelds und den jeweiligen Spezialisierungen wissen wir um die Problematik und können dies ideal verbinden.
Gerade innerhalb unserer Aus- und Weiterbildungen stellen wir fest, welch enorm hoher Bedarf da ist.
MedicalTalk24: Sie sprechen die Aus- und Weiterbildungen an. Es gibt viele Anbieter auf dem Markt, wo differenzieren Sie sich?
Christine Matheja: In der Tat, hier gibt es so einiges. Wir differenzieren uns eindeutig durch die Qualität unserer Veranstaltungen und dadurch, wie wir mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern umgehen. Was bei uns selbstverständlich ist, ist bei anderen entweder mit zusätzlichen Kosten verbunden oder gibt es überhaupt nicht. Dies fängt bei umfangreichen Dokumentationen an, geht über Pausengetränke und –snacks und hört bei der Professionalität und Herzlichkeit unserer Trainerinnen und Trainer auf. Unsere durchgängig exzellenten Beurteilungen durch die Teilnehmer bestätigen uns dies.
Der Wellnessmarkt ist der am stärksten wachsende
MedicalTalk24: Gibt es noch weitere Punkte?
Christine Matheja: Aufgrund der Tatsache, dass der Wellness- und Gesundheitsmarkt immer noch der am stärksten wachsende ist, haben wir innerhalb unserer Aus- und Weiterbildungen sehr viele Neu- und Quereinsteiger. Diese verfügen nicht immer über die Grundkenntnisse, die zur Ausübung bestimmter Tätigkeitsfelder einfach dazu gehören. Hier bieten wir eine Reihe von Basic-Workshops an, die hier Wissensdefizite zumindest ausgleichen. Darauf bauen dann viele Spezialisierungen auf.
Innerhalb vieler Ausbildungen gehören die bereits angesprochenen Marketing und Verkaufsinstrumente bereits dazu. Zum Beispiel bei der Ausbildung med. Personal Trainer/-in, dies auch vom Bundesverband Deutscher Personal Trainer anerkannt ist.
MedicalTalk24: Bedeutet dies, dass Ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann vom Wissen her gleichgestellt sind, mit solchen, die eine jahrelange Ausbildung hinter sich haben?
Christine Matheja: Mitnichten, doch wissen sie dann um Indikation und Kontraindikation und lernen mit ihrem künftigen Kunden achtsam umzugehen. Wenn sie beim Kunden unklare Situationen vorfinden, wird nicht einfach drauf los gearbeitet, sondern Klarheit geschaffen. Das kann bedeuten, mit dem behandelnden Arzt zu sprechen oder den Kunden bitten, genauere Informationen zu geben.
Wir können in der kurzen Zeit kein medizinisches Fachpersonal ausbilden. Das ist auch nicht der Sinn der Sache. Wir können aber auf jeden Fall die Menschen sensibilisieren und sie darauf trainieren, was sie auf keinen Fall tun sollen bzw. dürfen.
MedicalTalk24: Gehört dieses Vorgehen denn nicht generell zu allen Ausbildungen als Standard dazu?
Christine Matheja: Leider nein. Hier wird teilweise „therapiert“ und „behandelt“ was das Zeug hält und verkauft, was gerade „in“ ist. Ohne, dass darauf Rücksicht genommen wird, dass es schon eine hohe Verantwortung ist mit und am Menschen zu arbeiten. Selbsternannte Gurus propagieren mitunter fragwürdige Thesen, ohne selbst die nötigen Grundkenntnisse zu haben. Dies trifft natürlich und vor allem auf dem weiten Sektor „Wellness- und Selfness-Marktes“ zu. Selbstverständlich gibt es auch Anbieter, die hier durchaus einen guten Job machen und weitreichende Kenntnisse vermitteln.
MedicalTalk24: Gibt es denn dazu keine rechtlichen Grundlagen und/oder Vorgaben?
Christine Matheja: Bei medizinischen Berufen ist das natürlich schon der Fall. Innerhalb der Wellness-Ausbildungen ist allerdings fast alles erlaubt. Abgesehen davon, dass die Vorgaben beinahe nicht zu finden sind, ist es gar nicht so einfach, sich hier schlau zu machen. Und das betrifft den gesamten Bereich.
Eines der größten Probleme ist, dass es nahezu keine zentralen Datenbanken gibt, in denen die Informationen stehen. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind sehr verzahnt. Die Bundesministerien haben ebenfalls übergreifende Zuständigkeiten.
Zum Beispiel dürfen nur anerkannte Fachhochschulen Diplome ausstellen, für alle anderen ist dies strafrechtlich verboten. Hier ist das Kultusministerium zuständig, für einige andere Themen dann wieder das Gesundheitsministerium – das ganze ist auf Landesebene geregelt, teilweise gibt es keine bundesweiten Regelungen und die EU hat bei einigen Vorgaben auch noch ein Wort mitzureden. Teilweise greift das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, das Telemediengesetz, Urheberrechte und Copyrights spielen ebenfalls eine Rolle. Das macht Recherchen extrem aufwändig, auch wenn man weiß, wonach man suchen muss. Vielen Anbietern ist es gar nicht bewusst, gegen was sie alles verstoßen.
| MedicalTalk24: Leider sprengt es den zeitlichen Rahmen hier noch weiter einzusteigen und möchten deshalb gerne wieder auf Sie zurückkommen. Sehen Sie den Markt wirklich so stark im Kommen? Christine Matheja: Ganz klar: Ja! Stress und alle Gesundheitsthemen sind so aktuell wie nie zuvor. Umso mehr den gesetzlichen Versicherungsträgern das Geld ausgeht, umso mehr wird an die Eigenverantwortung an jeden Einzelnen plädiert, selbst ein großes Stück dazu beizutragen, um gesund und fit zu bleiben. Hier muss und wird in nächster Zeit ein Umdenken stattfinden. Auch Firmen müssen mehr für ihre Mitarbeiter tun. Trotz aktueller Statistiken über Krankheitstage (im Durchschnitt ca. 7 Tage in 2009) interessieren sich Management und Firmeninhaber für Methoden zur Entspannung, letztlich auch für sich selbst. Wahrscheinlich ist vielen bewusst, dass sich die niedrige Anzahl der Krankheitstage in diesem Jahr früher oder später rächen werden. Wenn Mitarbeiter derzeit aus Sorge um ihre Arbeitsplätze Beschwerden eher ignorieren oder sich schnell „gesund-behandeln“ lassen, sind diese weder auskuriert noch geheilt. Dies gilt vor allem für die stressbedingten Krankheiten. Damit die jetzige Situation nicht zum Bumerang wird, ist präventives Stress- und Gesundheitsmanagement mit Sicherheit ratsam. Der Bedarf an konkreten Angeboten und an denen, die diese leisten können, steigt ständig. |
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MedicalTalk24: Sind Sie denn für diesen steigenden Bedarf gerüstet?
Christine Matheja: Personell ohnehin und von derzeit bestehendem Angebot natürlich auch. Wir sind gut aufgestellt und freuen uns über viele Projekte! Damit ist es jedoch nicht getan, es geht auch darum, für die Zukunft ein attraktives Angebot bereit zu halten. Das bedeutet, immer ein Ohr am Zeitgeschehen zu haben und sich rechtzeitig darauf einzustellen
MedicalTalk24: Gibt es da schon konkrete Pläne?
Christine Matheja: Noch nicht in Stein gemeißelt, jedoch am Werden, dies ist wohl der richtige Ausdruck dafür.
Wir möchten gerne das Thema „Mentaltraining“ noch mehr ausbauen und hier durchaus Managementthemen wie Zeitmanagement, Seminare, das Thema „Demographischer Wandel“ als Inhalt haben und dergleichen mehr anbieten.
Unser Aus- und Weiterbildungsschiene, die sich an „medical“ ausrichtet, hat ebenfalls noch einige spannende Themen zu bieten, die wir angehen werden. Sportliche Themen, zum Beispiel Golf, aber auch die Mischung, die Pilates zu bieten hat, sind sehr gut vorstellbar.
MedicalTalk24: So wie wir das sehen, ist die Entspannungsakademie eine richtige „Kreativmaschine“.
Christine Matheja: Sie sehen das völlig richtig! Das ist das was mein Team und mich ausmacht, beobachten, was den Menschen Freude macht, Bedarf zu erkennen, ein tolles Angebot zu entwickeln und viele zufriedene Teilnehmer zu haben. Das ist das, was wir können und was uns am meisten Spaß macht!
MedicalTalk24: Das klingt überzeugend.
Frau Matheja, leider ist unsere Zeit um. Wir danken Ihnen für das Gespräch und die vielen Informationen und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen.
Christine Matheja: Auch Ihnen vielen Dank für die Gelegenheit über die Entspannungsakademie zu sprechen.



